Vergleich der Bildpunktzahlen bei Kleinbildfilm, Computerbildschirm und Fernsehen

 

Wenn man beim Kleinbildfarbfilm  eine Auflösung von 80 Linien pro Millimeter annimmt (Die meisten Filme sind besser), sind das unter der Berücksichtigung der Zwischenräume 160 Bildpunkte (=Pixel) pro Millimeter oder 4016 Bildpunkte pro Zoll (inch), d.h. 4016 dpi (dots per inch).

 

Auf dem Kleinbildformat 24x36 mm befinden sich dann:

3840 x 5760 = 22,12 Millionen Bildpunkte

 

Bei den verschiedenen Zeilen- und Bildpunktzahlen auf Computer- und Fersehbildschirmen ergeben sind folgende Werte:

 

300 Zeilen x 400 Bildpunkte pro Zeile  =  0,120  Millionen Bildpunkte

 

480          x  640                              =  0,307                       

 

600          x  800                              =  0,480                       

 

625          x  833                              =  0,521                                   (Fernsehen)

 

768          x 1024                             =  0,786                       

 

864          x 1152                             =  0,995                               

 

1024        x 1280                             =  1, 311                         

 

Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß z.B. eine analoge Videokamera eine Auflösung von mehr als 550 000 Pixel haben sollte (verbunden mit einem SVHS-Recorder).

 

Der Informationsgehalt eines Kleinbildfilmbildes kann mit den üblichen elektronischen Geräten nicht erreicht werden. Deswegen können digitale Kameras den Kleinbildfilm für Zeitungsreportagen und grafische Zwecke (z.B. Plakate) nicht immer ersetzen. Aus dem gleichen Grund wird weniger bei der Nachbearbeitung des Bildes (beim Kopieren vom Film) vergrößert als direkt bei der Aufnahme. Zehnfach-Zoom-Objektive sind deshalb hierzu sehr nützlich.

 

Um einen Bildschirm mit 768 x 1024 Bildpunkten auszufüllen, reicht es, ein Negativ vom Kleinbildfilm mit 714 (statt 4016) dpi abzutasten. Scanner für diesen Zweck haben eine maximale optische Auflösung von 800 dpi in beiden Koordinaten.

 

Für den gleichen Schirm genügt es, ein Farbbild 10 x 15 cm mit 171 dpi einzuscannen.

 

Im Internet sind weniger als 100 dpi Auflösung üblich.

 

 

Auflösung der Bilder einer Digitalkamera durchschnittlicher Qualität

(Zu beachten bei der Bearbeitung von Bildern im Computer)

 

Der Punktabstand des Kamerabildes wurde auf 72 dpi (dots per inch - Punkte pro Zoll -

1 Zoll [“]  = 25,4 mm) festgelegt. Bei variabler Auflösung  wird die Bildgröße verändert.

Eine gute Auflösung bringt eine Bildgröße von 40,64 cm x 30,48 cm (= 16“ x 12“). Einfache Bildprogramme öffnen Bilder auch in dieser Größe, so daß man das Bild auf den ersten Blick nicht findet oder erkennt. Bei der Umwandlung des Bildes in ein für den Fotodruck übliches Format von 15 cm x 10 cm ergeben sich 195dpi und 15cm x 11,25 cm oder 220 dpi und 13,33 cm x 10cm, wenn man vom Bildinhalt (optische Auflösung ) nichts verlieren möchte. Mit eingestellten 300 dpi lassen sich gute Bilder drucken.

Bei dem oben beschriebenen Kamerabild ergibt sich eine Dateigröße von 400 bis 600 kB im Bildformat *.jpg. Die bei einer Kamera genutzte Punktzahl (Anzahl der Pixel) ist meist 1 Megapixel. Kameras mit  bis zu 6 Megapixel nutzen die Reserven für einen elektronischen Zoom von 2- bis 3-fach. Dabei ist zu betrachten, daß eine doppelte Bildgröße gemessen an den Kantenlängen die vierfache Bildpunktzahl bedeutet. 

Zur Darstellung im Internet beschränkt man sich zur Reduzierung der Übertragungszeiten auf Bildpunktzahlen, die der Bildschirmauflösung und den Kantenlängen des dargestellten Bildes entsprechen. Die mindestens geforderten Punktzahlen eines Bildschirmes sind 600 x 800. Bei großen und guten Monitoren stellt man aber mindestens 768 x 1024 Bildpunkte ein.

Wenn ein Bild im Hochformat ein Drittel der Bildschirmbreite einnehmen soll (1024 : 3 = 341,3), dann benötigt es 342 x 455 = 155328 Bildpunkte. Das oben beschriebene Kamerabild hat etwa 995328 Bildpunkte (= ca. 1Megapixel). D.h. die Bildpunktzahl kann um den Faktor 6,4 reduziert werden. Es sind dann nur noch etwa 78 kB zu übertragen. Theoretisch dauert die Übertragung bei realistischen 5 kB/s beim Kamerabild  1 Minute und 40 Sekunden und beim reduzierten Bild 16 Sekunden also nur reichlich ein Sechstel der Zeit, ohne daß ein Verlust an optischer Auflösung zu erkennen ist.